30 Jahre Städtepartnerschaft mit Zadar


Städtepartnerschaft mit Zadar neu belebt

Im Oktober 1989 unterzeichneten die Vertreter der Städte Zadar und Fürstenfeldbruck, der Präsident der Gemeindeversammlung Josip Vlahovic und Bürgermeister Max Steer, den Vertrag über die Städtepartnerschaft. In den ersten Jahren gab es einen regen Austausch, der mit dem Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien ein jähes Ende fand. „In dieser Zeit erreichte Bruck ein Hilferuf aus Zadar. Es fehlten wichtige Medikamente. Und die Hilfsbereitschaft der Brucker für ihre Freunde in Zadar war groß. Es fuhren viele LKW mit Hilfsgütern beladen nach Zadar. Nach dem Kriegsende 1995 normalisierte sich die Partnerschaft wieder und es fanden Begegnungen und Treffen statt“, berichtete Karl Danke, Referent für Partnerstädte, in seiner Rede auf dem stimmungsvollen und gut besuchten kroatisch-deutschen Freundschaftsfest auf dem Volksfest, zu dessen Gelingen auch die Kroatisch-Deutsche Gesellschaft Fürstenfeldbruck beigetragen hat.

In den vergangenen Jahren waren die Kontakte dann insgesamt etwas eingeschlafen. Im Hinblick auf das 30-jährige Jubiläum wurden diese nun neu belebt. Fürstenfeldbruck ging auf Zadar zu und sprach eine Einladung zu den Feierlichkeiten aus. Unterstützt wurde die Stadt von Andreas Lohde, der über einen Lehrerkollegen von der FOS, Tomislav Vujeva, dessen Familienangehörigen in der Stadtverwaltung von Zadar arbeiten, den Erstkontakt herstellte. Im November vergangenen Jahres intensivierte Lohde den Kontakt, als er anlässlich des Festes des Heiligen Grisogono nach Zadar reiste.

Am 24. April 2019 trafen unsere kroatischen Freunde in Bruck ein. Die Delegation, bestehend aus Bürgermeister Branko Dukić, seinem persönlichen Referenten Boris Artić sowie den vier Mitgliedern der Klapa-Diador Musikgruppe, besuchte zunächst am 25. April Oberbürgermeister Erich Raff im Rathaus. Man tauschte sich über die beiden Städte, die Verwaltungen und den Aufbau der politischen Gremien aus. Und die Klapa-Gruppe gab bereits hier ein erstes Lied zum Besten, das bei allen dank der wunderbaren Stimmen und Melodie Gänsehaut hervorrief. Dies zog sich wie ein roter Faden durch den Besuch: Egal wo sie waren, wurde immer wieder spontan und voller Inbrunst gesungen, sogar am Münchner S-Bahnhof. Im Anschluss führte Lidija Bartels, die auch als charmante Übersetzerin fungierte, die Gäste durch die Stadt und erläuterte ihnen die Sehenswürdigkeiten. Birgitta Klemenz übernahm im Anschluss die Besichtigung der Klosterkirche.

Nachmittags gab es einen kurzen Abstecher zur Zadarstraße und an eines der Ortseingangsschilder, auf denen alle Partnerstädte vermerkt sind.

 

Festakt im Alten Rathaus

Feierlich, aber dennoch locker, wurde der offizielle Festakt im Trauungszimmer des Alten Rathauses begangen, man könnte übertragen sagen, das Ehegelübte erneuert.

Im Beisein des kroatischen Generalkonsuls Vladimir Duvnjak und Alt-OB Sepp Kellerer sowie Stadträten und weiteren geladenen Gästen unterschrieben die beiden Bürgermeister erneut die Partnerschaftsurkunden, es gab einen Eintrag in das Goldene Buch der Stadt und den Austausch von Geschenken.

OB Erich Raff sagte in seiner Ansprache: „Wir wollen heute das Fundament für die kommenden Jahre und für eine lebendige Städtepartnerschaft legen, unsere Gemeinschaft noch viel mehr stärken und unseren Austausch im Sinne eines vereinten Europas leben.“ Um diesen Rahmen auszufüllen, bedürfe es aller Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Engagement – Städtepartnerschaften lassen Kontakte und Freundschaften zwischen den Menschen entstehen und fördern Verständnis, die Basis für die jeweiligen Gesellschaftswerte. So wichtig regelmäßige Kontakte auf Regierungsebene seien, so entscheidend seien für lebendige Beziehungen zwischen zwei Staaten aber intensive Kontakte der Bürgerschaft. Deshalb hätten Städtepartnerschaften auch eine unersetzliche Funktion, so Raff. Und weiter: „Miteinander – füreinander – gemeinsam: Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen. Diese Werte wollen wir auch unserer Jugend mit auf den Weg in eine Zukunft mit Frieden und dem Bewusstsein eines vereinten Europas mitgeben.“

Zadars ausgesprochen sympathischer Bürgermeister Branko Dukić betonte: „Dreißig Jahre Beziehung, die auf gegenseitigem Respekt, Unterstützung, Freundschaft und Verständnis basiert, kann nur von der Familie aufgebaut werden. Deshalb steht Fürstenfeldbruck in den Herzen der Bürger Zadars als Mitglied unserer Familie, das geliebt, geehrt und geschätzt wird. Für uns, die Bürger von Zadar, ist dies heute ein sehr emotionaler Moment. Lasst uns diese große Freundschaft feiern.“ Er bedankte sich für die Liebe, Loyalität und Anteilnahme, die mit humanitären Aktivitäten im Krieg erbracht worden sei. „Wir freuen uns auf neue Treffen, neue Kontakte und gemeinsame Projekte. Und natürlich freuen wir uns auf unser baldiges Treffen in unserer Stadt“, so Dukić.



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Stadt Fürstenfeldbruck
Hauptstr.31
82256 Fürstenfeldbruck

Stand: 02/19/2020
Quelle: