Ortsteil Puch - Edigna Linde und Kaisersäule

Das Dorf Puch – westlich von Fürstenfeldbruck an der B2 in Richtung Augsburg gelegen – gehört seit 1978 als Ortsteil zur Großen Kreisstadt. Dennoch hat es sich seinen besonderen Charakter bewahren können – nicht zuletzt durch die starke Verbundenheit der Pucher mit „ihrer“ seligen Edigna, einer französischen Königstochter, die der Legende nach in der hohlen Linde neben der heutigen Kirche lebte und nach ihrem für 1109 überlieferten Tod bis heute hoch verehrt wird. Seit 1600 werden ihre Gebeine auf dem linken Seitenaltar in einem gläsernen Sarkophag verwahrt. Alle zehn Jahre – zuletzt 2009 – finden ihr zu Ehren die sogenannten Edignaspiele statt, an denen die ganze Dorfgemeinschaft Anteil
nimmt.

Die barocke Ausstattung der Kirche (1714–1724) geht auf Abt Liebhard Kellerer aus Fürstenfeld zurück, der in Puch seit seiner Gründung einen Gutshof, Vorläufer des heutigen Grünen Zentrums, besaß.


Am Ortseingang von Puch an der B2 befindet sich die Kaisersäule. Sie erinnert an Kaiser Ludwig dem Bayern, der dort 1347 auf der Bärenjagd getötet wurde