Hier schreibt der Oberbürgermeister

Liebe Brucker Bürgerinnen und Bürger,

ich hoffe, Sie konnten die Osterfeiertage ein wenig genießen und auch ein paar vergnügte und unterhaltsame Stunden auf unserem Volksfest verbringen. Bedingt durch die Osterferien und anderer Termine musste während der Volksfestzeit auch eine Stadtratssitzung abgehalten werden. In dieser wurde zumindest beratungs- und sitzungstechnisch gesehen das Thema „Straßennamen“ zum Abschluss gebracht.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Standortfestlegung des Rathauses. Der Stadtrat hat mit großer Mehrheit entschieden, die Erweiterung des Rathauses am jetzigen Standort zu planen.

Erfreulich ist, dass sich die Mehrheit des Stadtrates auch dazu entschlossen hat, einer noch zu gründenden interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft beizutreten. Damit verbindet sich die Hoffnung, dass der dringend benötigte sozial geförderte Wohnungsbau schneller und unbürokratischer umgesetzt werden kann.

Da in der Märzsitzung des Stadtrates unter anderem der Tagesordnungspunkt „Sportzentrum III“ nicht mehr behandelt werden konnte, wurde für den 8. April eine Sondersitzung angesetzt. In dieser wurde das Sportzentrum auf den Weg gebracht, über dem nur noch das Damoklesschwert eines zu diesem Zeitpunkt noch nicht genehmigten Haushaltes schwebte. In einem konstruktiven Gespräch mit der Kommunalaufsicht wurde zum vorgelegten Haushalt ein Kompromiss gefunden, mit dem nun der TSV West und die Sportschützenvereinigung Fürstenfeldbruck Planungssicherheit für das Projekt haben.

Es war zu erwarten, dass uns der Haushalt angesichts der angespannten finanziellen Lage der Stadt und den geplanten Investitionen nur mit Auflagen genehmigt wird. Dabei darf auch ein Dank an die Vertreter der Kommunalaufsicht gerichtet werden, die zum einen Verständnis für die Belange der Stadt aufbrachten, zum anderen aber deutlich auf die finanzielle Situation hinwiesen und dass dadurch die ständige Leistungsfähigkeit gefährdet sei. Mit den „Auflagen und Vorgaben“ können zumindest die Kämmerin und ich als Oberbürgermeister leben und wir werden dem Haupt- und Finanzausschuss zur Vorberatung Lösungsmöglichkeiten in Form von „Verschiebungen“ unterbreiten, ohne dass die im Haushalt enthaltenen Projekte gefährdet sind.

Ich möchte es auch nicht versäumen, Sie auf die Europawahl am 26. Mai hinzuweisen. Die Wahl des europäischen Parlaments sollte und darf uns nicht gleichgültig sein, da Vieles auf dem Spiel steht, was unsere „Väter“ vor über 60 Jahren begonnen haben aufzubauen. Parteien und Gruppierungen, die nationalistisch und populistisch das jetzige Europa, das man in dem einen oder anderen Punkt ganz sicher hinterfragen darf, in Frage stellen, sollten mit unseren Stimmen ganz klar in die Schranken gewiesen werden. Wer glaubt, dass ein Einzelstaat dieselben Interessen mit dem gleichen Erfolg in einer komplexen Welt vertreten kann, irrt gewaltig und schadet dem eigenen Volk. Auch wenn es viele Engländer noch nicht wahrhaben wollen, werden sie und gerade die nächste Generation die Folgen ihrer Entscheidung zu spüren bekommen.

Deshalb mein Appell an Sie: Gehen Sie zum Wählen und geben Sie dem Vertreter einer Partei Ihre Stimme, der sich zu einem vereinten Europa bekennt und sich in Brüssel beziehungsweise Straßburg auch dafür einsetzen wird.

Was länderübergreifend die „höhere“ Politik regeln muss, geschieht auf kommunaler Ebene über die Städtepartnerschaften, deren gegenseitige Kontakte und der Austausch der Bürgerinnen und Bürger untereinander aber mindestens genauso wichtig sind. Vom 25. bis 28. April konnten wir mit Vertretern unserer kroatischen Partnerstadt Zadar die 30jährige Städtepartnerschaft feiern. Nach einigen Jahren mit weniger Kontakten soll diese wieder intensiviert werden, wozu Sie alle, ob in Vereinen aktiv oder nicht, aufgerufen sind. Es waren vier unterhaltsame und informative Tage des Kennenlernens, die das Fundament einer freundschaftlichen Beziehung weiter festigen werden.

Ihr
Oberbürgermeister
Erich Raff




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Brief des Oberbürgermeisters vom Mai 2019
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Brief des Oberbürgermeisters vom April 2019
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Brief des Oberbürgermeisters vom März 2019
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Brief des Oberbürgermeisters Februar 2019
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Brief der Oberbürgermeisters Januar 2019
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