Hier schreibt der Oberbürgermeister

Liebe Brucker Bürgerinnen und Bürger,

turbulente Wochen liegen hinter uns, aber auch noch vor uns. Da der russische Präsident Putin mit aller Macht glaubt, ein Land zerstören zu müssen und die Menschen dadurch nicht nur ihrer Heimat beraubt werden, sondern auch viele Tausende von Toten zu beklagen sind, stehen wir vor einer großen humanitären Herausforderung. Und diese Aufgabe beinhaltet nicht nur, die Flüchtlinge aufzunehmen, sondern ihnen den Aufenthalt im Rahmen der Möglichkeiten so „angenehm“ wie möglich zu machen. Durch die große Hilfsbereitschaft, auch privaten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, ist dies bislang gut gelungen. Ein großer Dank gilt allen freiwilligen Helferinnen und Helfern in den unterschiedlichsten Vereinigungen und Vereinen. Ohne sie wären die Anforderungen nicht zu bewältigen.

Ungeachtet des Krieges in der Ukraine mit den schrecklichen Gräueltaten an der Zivilbevölkerung müssen wir uns trotzdem den eigenen Aufgaben stellen, auch wenn diese angesichts des Geschehens in der Ukraine absolute Marginalien sind. So diskutiert man kontrovers, ob das neue Hallenbad sechs oder acht Bahnen haben soll und ob nicht doch das Hallenbad mit einer Eishalle zusammen die bessere Entscheidung wäre. Ich will die Überlegungen nicht in Abrede stellen, weil sie, gerade was ein gemeinsames Gebäude betrifft, sicherlich Vorteile hätten. Wenn allerdings die finanziellen Möglichkeiten fehlen, sollte man gute Kompromisse nicht so darstellen, als wenn sich die Verantwortlichen keine Gedanken gemacht oder von der Realität keine Ahnung hätten.

Gerade der Krieg in der Ukraine zeigt uns die Abhängigkeit von russischem Gas und Erdöl deutlich auf, so dass wir alle Anstrengungen unternehmen müssen, davon unabhängiger oder sogar komplett unabhängig zu werden. Dies erfordert hohe Investitionen in erneuerbare Energien, so dass sehr wohl abgewogen werden muss, wofür die vorhandenen Mittel verwendet werden. Dazu kommt, dass die Leistungsfähigkeit der Stadtwerke nicht gefährdet werden darf. Unser aller Ziel ist die Klimaneutralität bis 2035, was auch ohne „Nice to have“-Vorhaben ein sportliches Ziel mit einem sehr hohen finanziellen Aufwand ist.

Hinsichtlich des am 22. April beginnenden Volksfestes stellte sich die Frage, ob man dieses angesichts des Krieges mit den vielen Millionen Flüchtlingen durchführen sollte. Ich bin der Meinung ja, weil es uns die Gelegenheit gibt, für ein paar Stunden auf andere Gedanken zu kommen und man so wieder Kraft gewinnen kann, sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen. Ganz sicher werden die geplanten Aktionen für die Geflüchteten auch dazu beitragen, sie zumindest für kurze Zeit von ihrem eigentlichen Schicksal und Leid abzulenken.

Allen Schülerinnen und Schülern wünsche ich schöne und erholsame Osterferien und Ihnen allen frohe Ostern und eine gute Zeit bis zur nächsten Ausgabe im Mai. 

Ihr

Erich Raff

Oberbürgermeister




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